Droht uns im Sommer die grosse Mückenplage?

07. Mai 2010

muecke

Wegen des kalten Winters drohe uns diesen Sommer eine schwere Mückenplage, sagt ein deutscher Experte voraus.
Gerade in diesen regnerischen Tagen wünschen sich viele den Sommer herbei. Doch die warme Jahreszeit hat auch ihre Tücken – so ist sie die Hochsaison der ungeliebten Stechmücken. Dieses Jahr könnte die Plage sogar besonders schlimm werden,  meint Zoologe Robert Rusch vom Staatlichen Museum für Naturkunde in Karlsruhe.  Der ungewöhnliche kalte und lange Winter war für die Mücken ideal, so Rusch gegenüber Welt online.
Grund:
Mückeneier vertrügen trockene Kälte am besten.  Sei der Winter hingegen lau und feucht,  schimmelten oder faulten die Insekteneier. Dass dem so ist, bestätigt auch Oekologe Klaus Zimmermann vom Voralberger Naturmuseum Inatura , Feuchtigkeit schadet den Mückeneiern mehr als die Kälte.

Noch wichtiger ist laut Zimmermann jedoch, wie das Wetter im Frühsommer sein wird. Ist es heiss und feucht, explodieren die Mückenpopulationen, so Zimmermann.  Auch für Mückenexperte Pie Müller vom schweizerischen Tropen – und Public-Health-Institut in Basel ist das frühsommerliche Wetter der Hauptfaktor, denn:  Die häufigste Mückenart überwintert als erwachsene Tiere,  nicht als Eier.  Sollte es diesen Frühling zu Ueberschwemmungen kommen – etwa wegen des Schmelzwassers – , haben die Mücken mehr Brutmöglichkeiten.

DR20

Fischöl hält Körper und Geist vital – auch auf Reisen

14. Juni 2010

Die Westeuropäer sind bekanntlich kein Volk von ausgeprägten Fischessern. Inuit (Eskimos) haben uns diesbezüglich etwas voraus. Auf ihrem Speiseplan steht häufig fettreicher Fisch wie Lachs aus kalten Gewässern. In seinem Oel befinden sich wertvolle Omega-3-Fettsäuren in hoher Konzentration. Wenn Fisch wie bei uns selten oder gar nicht auf dem Speiseplan steht, stellt ein Nahrungsergänzungsmittel aus hochkonsentriertem Fischöl eine empfehlenswerte Alternative dar. Im Urlaub hingegen, insbesondere am Meer, ist es empfehlenswert, sich häufiger von Fisch zu ernähren.

Herz-Kreislauf-Krankheiten treten bei den Festland- Europäern wesentlich häufiger auf als beispielsweise bei Menschen in Mittelmeerländern. Und obwohl sich die Speisepläne und Essgewohnheiten von Inuit und Mittelmeer-Anwohnern gewaltig voneinander unterscheiden, haben Sie doch eines gemeinsam: Ihre Ernährung ist reich an Omega-3-Fettsäuren, da sie viel Fisch essen.

Schützt nicht nur das Herz

Was uns die Wissenschaftler schon seit Jahrzenten mitteilen – nämlich, dass in Fischen bez. Fischöl viel Gutes steckt und darin vor allem viele Omega 3-Fettsäuren enthalten sind – wird nach und nach auch von der breiten Bevölkerung anerkannt. Es gibt immer mehr Belege dafür, dass Omega 3-Fettsäuren nicht nur das Herz schützen und den Blutdruck senken, sondern dass sie sich auch positiv auf erhöhte Blutfette und viele andere Leiden wie Diabetes, Krebs, rheumatische Erkrankungen, Allergien und sogar Alzheimer auswirken können.

Fettreiche Seefische wie Makrelen, Sardinen, Sardellen oder Lachse stellen mit Abstand die wichtigste Quelle von Omega 3-Fettsäuren dar. Aber auch Magerfische und Meeresfrüchte enthalten Omega 3-Fettsäuren, nur in einem geringeren Ausmass.

Omega 3-Fettsäuren in Form von Fischölkapseln

Für all diejenigen, die auf Nummer sicher gehen wollen, oder Fisch nicht mögen, stellen Fischölkapseln eine empfehlenswerte Alternative dar. Fischölkapseln – praktisch im Handgepäck – liefern in  ausreichender Menge das für Gehirn und Nerven wertvolle DHA sowie EPA, das sich positiv auf Herz und Kreislauf auswirkt. Nach rund 2 Monaten regelmässiger Einnahme hat der Körper die erforderliche Menge an Omega 3-Fettsäuren angereichert.

27 Prozent der Schweizer rauchen – kein weiterer Rückgang

07. Juni 2010

Raucher

Die Zahl der Raucherinnen und Raucher in der Schweiz ist im Jahr 2009 nicht weiter gesunken. Gemäss einer Umfrage des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) lag der Raucher-Anteil an der Wohnbevölkerung bei 27 Prozent – wie schon in den Jahren 2007 und 2008.
Nach wie vor rauchen Frauen (23%) deutlich weniger als Männer (31%). Am häufigsten zu einer Zigarette oder anderen Raucherwaren greifen die 20- bis 24-Jährigen. In dieser Altersgruppe rauchen 44 Prozent aller Männer und 34 Prozent der Frauen – oder insgesamt 39 Prozent. Im Vergleich zum Jahr 2008 sind dies ein Prozent mehr.

Wie der Schweizerischen Umfrage zum Tabakkonsum weiter zu entnehmen ist, rauchen 19 Prozent der Schweizer Wohnbevölkerung täglich. Sie tun dies hauptsächlich zu Hause und brauchen im Schnitt 15 Zigarretten pro Tag. Weitere 8 Prozent rauchen gelegentlich, zumeist in Bars oder Restaurants.

Der Arbeitsplatz ist immer weniger der Ort, an dem am meisten geraucht wird. Gut die Hälfte (54%) der Schweizer Wohnbevölkerung hat noch gar nie geraucht, 19 Prozent sind Ex-Raucher.

Bei der ersten Umfrage zum Tabakkonsum im Jahr 2001 lag der Anteil Raucherinnen und Raucher noch bei 33 Prozent. Seither geht der Anteil stetig zurück oder stagniert. Befragt wurden jeweils 10’000 Personen aus der ganzen Schweiz im Alter zwischen 14 und 65 Jahren.
(sda)

Bei Google ist Windows Geschichte

01. Juni 2010

Google

Bild: Keystone
Google CEO Eric Schmidt hält nicht viel von Windows, dafür umso mehr vom hauseigenen Chrome OS.

Dies berichtet das Finanzblatt «Financial Times». Demnach haben ab sofort neue Mitarbeiter keine freie Betriebssystemwahl mehr, sondern können nur noch zwischen Linux und Mac-OS für ihren Desktop-PC wählen. Ende Jahr wird Google dann seine Mitarbeiter dazu anhalten, das hauseigene Betriebssystem Chrome OS zu verwenden. Wie Firmenchef Eric Schmidt gegenüber CIO bereits verlauten liess, sei das Browser-basierte Google-Betriebssystem «von Natur aus sicherer».

Angeblich sind Sicherheitsbedenken der Grund für diesen Schritt. Vor allem die Attacke von chinesischen Hackern Ende letzten Jahres, bei denen die Angreifer über Windows-PC mit Internet Explorer Zugriff auf die Systeme des Suchmaschinenriesen erhielten und unter anderem Geistiges Eigentum entwendeten, soll Google zu dem Schritt bewegt haben.

Ganz aus dem «Googleplex» wird Windows allerdings nicht verschweinden, schliesslich müssen die Ingenieure ihre Dienste auch unter Windows und mit dem Internet Exploerer testen. Für diese Fälle könne eine Spezialbewilligung erteilt werden, heisst es in dem Bericht der Financial Times.
Computerworld

Forscher pflanzt sich Computervirus ein.

27. Mai 2010

Ein britischer Wissenschaftler hat sich einen RFID-Chip implantiert, der von einem Computervirus befallen ist.

Forscher
Die Geschichte könnte auch aus einem Science-Fiction-Roman stammen: Ein britischer Wissenschaftler der Universität Reading hat sich einen RFID-Chip implantiert, der ihm unter anderem Türen öffnen und sein Mobiltelefon aktivieren soll, berichtet die BBC. Das ist an sich nichts wirklich Neues. Der Forscher Mark Gasson wollte aber wissen, was passiert, wenn dieser Chip von einem Computervirus befallen ist. Also infizierte er den Chip vor dem Einsetzen mit einer Malware. Danach war es ihm tatsächlich möglich, den Schädling auf andere Geräte zu übermitteln, die anschliessend ebenfalls die Malware weitertragen.

Gasson meint zu seinem Experiment, dass es durchaus einen ernsten Hintergrund hat. Bereits heutzutage werden etwa ausgefeilte Mini-Computer in medizinischen Implantaten wie Herzschrittmachern verwendet – es liegt nahe, dass in der künftigen Medizin Computer auch im Körper weit verbreitet sind. Die Hersteller müssen also bereits jetzt dafür Sorge tragen, dass ihre Systeme gegen Malware-Angriffe geschützt sind.

Graham Clueley, Forscher bei Sophos, sieht die Gefahr dagegen deutlich geringer. In seinem Blogeintrag beschuldigt er den Forscher der unnötigen Panikmache. Dieses Angriffsszenario sei äusserst unwahrscheinlich. So würde der Virus erst aktiv, wenn er von einem RFID-Reader gelesen wird – und dann müsste der Reader exakt die Schwachstelle aufweisen, die der Virus attackiert. Clueley sehe eine grössere Chance, dass er von einem herunterfallenden Piano erschlagen werde, als dass er sich auf diese Art infiziere. Es würde zudem keinerlei Unterschied machen, ob ein Chip in der Jacke getragen werde oder unter die Haut implantiert wird – ausser dass letztere Methode die Aufmerksamkeit der Presse garantiere.
Was ist ein RFID?

RFID = Radio Frequency Identification

Für die kontaktlose Identifikation von Gütern und Werkzeugen oder zur Zugangskontrolle zu Gebäuden und Daten bietet sich die Datenauslesung per Funk geradezu an: Sie überbrückt eine gewisse Entfernung und ist weitgehend immun gegen Verschleiss, Verschmutzung und Verdeckung. Ein solches RFID-System besteht aus zwei Komponenten: Einem ans Datennetz angebundenen Lesegerät und den als ‘Transponder’ oder ‘Tag’ bezeichneten mobilen Datenträgern in Gestalt von Kunstoffkästchen, Aufklebern und Anhängern (Smartlabel) oder Glaskapseln zur Implantation in Haustiere. In der einfachsten Variante (Kaufhaus-Diebstahlsicherung) wird nur das Eintauchen eines Tags ins Feld des Lesers detektiert. Sollen auch Daten übertragen werden, wird die drahtgewickelte oder lithografisch geätzte Antenne um einen Chip mit Steuerlogik und (wieder-) beschreibbarem ROM ergänzt. Betriebsspannung und -takt gewinnt die Schaltung induktiv. Solche ‘passiven’ Tags strahlen keine Wellen ab, modulieren jedoch durch Energieabsorption die Sendelast im Lesegerät. Mittels Signalaufbereitung lässt sich aus diesen Schwankungen der Datenstrom extrahieren. Für die Fernfeld-Erfassung bis zehn Meter sind aber auch ‘aktive’ Tags mit integrierter Stromquelle und Sendeelektronik verfügbar. Gegenwärtig zielt die Entwicklung der RFID-Technik auf den Einsatz von papiernen Smartlabels zur Kennzeichnung von Verbrauchsgütern. Ermöglichen soll dies eine rationalisierte Rolle-zu-Rolle-Herstellung mittels Leitpasten-Siebdruck von Antenne und Chip-Kontaktierungen sowie die Normierung von Funkschnittstellen und Datenstruktur.
Computerworld

Computerhersteller Dell präsentiert Tabletcomputer Streak

26. Mai 2010

Dell, drittgrösster Computerhersteller der Welt, nimmt den Kampf gegen Apple auf. Dell präsentierte einen Tabletcomputer namens Streak, der im Juni in Grossbritannien auf den Markt kommen soll. Die Einführung in den USA folgt im Laufe des Sommers.

Dell

Streak funktioniert ähnlich wie Apples iPad, hat aber einen nur etwa halb so grossen Bildschirm. Streak basiert auf Googles Android-Betriebssystem und nutzt einen Prozessor namens Snapdragon von Qualcomm. Er kann sich, wie der iPad, drahtlos und via UMTS mit dem Internet verbinden. Preise hat Dell noch keine genannt.

Analysten spekulieren, dass Dell eine leicht andere Zielgruppe mit Streak ansprechen will, weil das Gerät von der Grösse her einem Smartphone ähnelt und folglich eher jederzeit in der Tasche mitgetragen werden kann als der iPad. Auch Hewlett-Packard, der weltgrösste Computerhersteller, hat einen Tabletcomputer namens Slate angekündigt, aber noch keine weiteren Details genannt.
(sda)